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Aktuelles

(26.06.2018) Klimawandelfolgen?

 

„Was wäre denn gewesen, wenn dieses schlimme Unwetter Ende Mai an einem Wochentag stattgefunden hätte“ so die Frage aus der Runde bei der Ortsbürgermeisterbesprechung in Rhaunen nach dem Bericht des stellvertretenden Wehrleiters Mirko Lahm. Über 200 ehrenamtliche Feuerwehrleute waren in der Nacht des 27. Mai im Einsatz. „Solche außergewöhnlichen Einsatzlagen bringen uns an die Grenzen“ erläuterten Wehrleiter Frank Stolz und sein Stellvertreter, Mirko Lahm. Wo aber wären wir ohne die Feuerwehren?
Vollgelaufene Keller, überspülte Brücken, unbeabsichtigte „Dämme“ durch Geschiebe von Ästen, Holz, mitgerissenen Metallteilen – dieses Bild zeigte sich in etlichen Gemeinden der Nationalparkregion. In der Einrichtung der kreuznacher Diakonie, der Asbacher Hütte, mussten die Bewohner evakuiert werden, an anderer Stelle musste der Ölaustritt durch einen umgekippten Öltank eingedämmt werden.

Ortsbürgermeisterdienstbesprechung
Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

© Energieagentur Rheinland-Pfalz

von links nach rechts Herr Torsten Kram (MUEEF), Herr Werner Theis, Herr Georg Dräger, Herr Ralf Schernikau (MUEEF)

Der Klimawandel ist da!

Die meisten Meteorologen sind sich einig, dass es einen Zusammenhang zwischen extremen Wetterereignissen und der globalen Erwärmung gibt. „Der Klimawandel ist da, jetzt gilt es zu handeln“. Mit diesen Worten leitete Werner Theis über zu den Vorträgen über die beiden Landesprogramme „Aktion blau plus“ und „Aktion grün“. Jetzt ist die Zeit, Vorsorge zu betreiben und damit Schwachstellen, beispielsweise Verrohrungen, zu erkennen und zu beseitigen. Es gilt, das Schadenspotenzial zu reduzieren und die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Räumlich eng begrenzte Starkregenereignisse

Ralf Schernikau vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, zeigte auf, dass Starkregenereignisse nicht vorausberechnet werden können, wie das bei Flusshochwässern möglich ist. Zudem sind sie häufig räumlich sehr eng auf einen kleinen Landschaftsteil begrenzt. „Technische Bauwerke wie Regenrückhaltebecken oder auch Retentionsflächen haben Grenzen die durch ein Starkregenereignis überschritten werden“ so Ralf Schernikau. Ganz wichtig ist es, Hochwasserschutzmaßnahmen anhand der Starkregengefährdungskarten zu definieren und umzusetzen. Beispielsweise könnten oberhalb von Ortschaften sogenannte Schwimmstoff- und Geschieberückhaltevorrichtungen eingebaut oder in der Bauleitplanung auch Notwasserwege mitgedacht werden. Die Erstellung von örtlichen Hochwasserschutzkonzepten kann jetzt bis zu 90 % aus der Förderrichtlinie der Wasserwirtschaftsverwaltung unterstützt werden. Für alle Kommunen in Rheinland-Pfalz stehen Gelder zur Verfügung. Weitere Informationen dazu: https://ibh.rlp-umwelt.de/servlet/is/8580/
Für Maßnahmenumsetzungen aus dem Konzept gibt es Fördermöglichkeiten aus der „Aktion Blau plus“: http://www.aktion-blau-plus.rlp.de/servlet/is/8380/

Schwerpunkt Gewässerschutz

Dieser zehnte Schwerpunkt der „Aktion Grün“ des Landes schlägt den Bogen zur „Aktion Blau plus“, die miteinander kombiniert werden können.
Torsten Kram vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten erläuterte, dass auch bei uns ein starker Rückgang der Arten zu beobachten ist. 60 % der Wildbienen sind gefährdet und damit verschwinden die Bestäuber, die auch für die Nahrungsmittelproduktion von großer Bedeutung ist. In der Biodiversitätsstrategie des Landes ist Naturschutz in verschiedenen Aspekten verankert, darunter die Durchlässigkeit der Gewässer.
Die Förderrichtlinie ist derzeit noch in Überarbeitung daher empfiehlt es sich, eine Skizze und den Kostenplan zur Abstimmung einzureichen. Es muss ein inhaltlicher Bezug zu den Zielen und Maßnahmen der Biodiversitätsstrategie des Landes gegeben sein. Übertragbare Modellvorhaben können eine Förderung bis zu 80 % erhalten. Weitere Informationen: https://mueef.rlp.de/de/themen/naturschutz/aktion-gruen/

(27.04.2018) Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen begleitet Kinderklimaschutzkonferenz mit Schülern

Nationalparkverbandsgemeinde begleitet Klima

4.Klassen der Grundschule "Idarwald" thematisieren den Klimawandel

An der Grundschule „Idarwald“ richtete die Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen in Kooperation mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Mitte April Projekttage zum Thema Klimaschutz und Energiesparen aus. Unterstützt vom Projektmaskottchen Kuno, einem Eisbären, sollten die Kinder das Menschheitsproblem globale Erderwärmung und vor allem deren Folgen besser verstehen lernen. Ziel war es, die Mädchen und Jungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.

Was Klimawandel bedeutet und was jeder einzelne dagegen tun kann, erlebten die beteiligten Viertklässler anhand verschiedener Experimente. Mit Haushaltsmitteln und PET-Flaschen wurde die Bildung von CO2 nachgestellt, mit Fotos einer Wärmebildkamera wurde das Thema Energieeffizienz von Gebäuden vermittelt. Mit sogenannten Fingerkochern wurde die Kraft der Sonnenenergie spürbar gemacht. Auch das Thema E-Mobilität kam durch ein Elektrofahrzeug vor Ort nicht zu kurz und wurde durch die Kinder neugierig begutachtet. Natürlich durfte auch ein aufschlussreicher Theorieteil mit einigen Ratespielen nicht zu kurz kommen. „Ich war erstaunt über das umfangreiche Grundwissen der Kinder zum Thema Klimaschutz. Was mir besonders in Gedanken geblieben ist waren die Antworten der Kinder auf die Frage, wo denn der Strom herkommt. Klar, die Antwort `Steckdose` fiel als erstes, aber dann kamen Antworten wie Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft. Erst mit Hilfestellung kamen die Kinder auf Begriffe wie Atomkraft oder Kohlekraftwerke. Das hat mich doch sehr gefreut“, weiß Klimawandelmanager Christoph Benkendorff zu berichten. Das macht doch schon deutlich das kommende Generationen mit einem anderen Bewusstsein zum Thema Energiegewinnung und Ressourcennutzung groß werden.  Für Ihre tatkräftige Mitarbeit wurden die Kinder am Ende des Tages als „Klimaschützer“ Ihrer Schule ausgezeichnet und wurden dazu angehalten Ihre Erfahrungen weiter zu tragen.

„Die Resonanz der Kinder war durchweg positiv. Natürlich war Ihnen der Theorieteil zu lang. Aber ich bin sehr froh das wir der Schule durch das EU-Projekt Zenapa dieses Bildungsangebot anbieten konnten“, so Benkendorff. Auch die Resonanz der Lehrerschaft war durchweg positiv und man war sich schnell einig eine jährliche Kinderklimaschutzkonferenz  abzuhalten.

Umweltbildung, insbesondere die Themen Klimaschutz und Energie, in den Schulbetrieb zu integrieren, ist eine wichtige Aufgabe des Projektes "LIFE-IP ZENAPA - Zero Emission Nature Protection Areas". Zwölf Partner mit Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparken aus Deutschland und Luxemburg beteiligen sich am Projekt, mit der Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen als Modellkommune. Kindgerechte Vermittlung soll demnach gewährleisten, dass insbesondere Energiesparmaßnahmen in der Schule und auch zu Hause schnell zur täglichen Routine werden.

Ziel des ZENAPA-Projektes ist die CO2-Neutralität der beteiligten Großschutzgebiete. So sollen Synergien zwischen Klima- und Artenschutz entwickelt und gestärkt werden. Die enge Zusammenarbeit mit den Akteuren aus Wirtschaft und Kommunen zählt zu den Arbeitsschwerpunkten der eigens in den Verwaltungen eingesetzten Klimawandelmanager.

(13.04.2018) Veranstaltungsreihe „Energieeinsparung in der Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen“ startet im Mai 2018

Foto Veranstaltungsreihe Energieeinsparung
Foto Veranstaltungsreihe Energieeinsparung

Die Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen lädt in Kooperation mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz alle Bürgerinnen und Bürger zu vier Veranstaltungen rund um die Themen Energieeinsparung und Klimaschutz ein.

Die Veranstaltungsreihe startet am Dienstag, den 08. Mai 2018 mit dem Thema: „Fotovoltaikanlagen- Solarstrom vom eigenen Dach“ in der Nationalparkverbandsgemeindeverwaltung, Zum Idar 23; 55624 Rhaunen. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr und wird neben Informationen zu Technik und Betrieb einer Photovoltaikanlage auch entsprechende Fördermöglichkeiten aufzeigen. Die Auftaktveranstaltung ist wie alle folgenden Veranstaltungen kostenfrei.

„Wenn wir für den Klimaschutz und gegen den Klimawandel etwas unternehmen wollen, müssen wir bei uns selber anfangen. Deshalb wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe die Immobilien der privaten Haushalte in den Mittelpunkt stellen und deren Möglichkeiten, durch energiebewusstes Handeln nicht nur den eigenen Geldbeutel zu schonen sondern auch zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen“ so der Beauftragte der Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen Georg Dräger. „Jeder, auch noch so kleine Beitrag zählt, sei es bei der Beleuchtung, dem Einbau einer effizienten Heizungspumpe bis hin zur eigenen Photovoltaikanlage“ weiß Christoph Benkendorff zu ergänzen. Der Klimaschutzmanager freue sich schon auf Fragen und Erfahrungen der Teilnehmer für den gemeinsamen Austausch.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung beim Klimaschutzmanager Christoph Benkendorff unter 06544-181-77 oder per Mail an christoph.benkendorff@vg-rhaunen.de gebeten.

Die nächsten Veranstaltungen aus der Reihe finden statt am:

-   Dienstag, 05.Juni 2018 18:30 Uhr zum Thema „Hitzeschutz - Wärmedämmung hilft auch im Sommer“

-   Dienstag, 21. August 2018 18:30 Uhr zum Thema „Solarthermie- Sonnenenergie für Heizung und
    Warmwasser“

-   Dienstag, 11. September 18:30 Uhr zum Thema „Heizungsanlagen-welche Heizungstechnik passt zu mir?“

(28.03.2018) Energieberatung der Verbraucherzentrale: Rhaunen mit im Boot

Die Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen bietet ab Mai in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz persönliche Energieberatung an. Die Beratung richtet sich an Privathaushalte und ist kostenlos.

Energiesparen ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende und bringt auch für die Hausbesitzer viele Vorteile. „Verbraucher stehen jedoch einem riesigen Angebot von Dienstleistungen und vielen technischen Neuerungen gegenüber“ erläutert Carmen Strüh, Regionalmanagerin der Verbraucherzentrale. Dabei werden oft Produkte angeboten, die zwar teuer sind, aber nicht immer die beste Lösung für das Haus darstellen. „Unsere Energieberater geben Entscheidungshilfen, die nicht von Verkaufsinteressen geleitet sind. In einem persönlichen Gespräch beraten sie zu allen Fragen rund ums Energiesparen, zur Sanierung älterer Gebäude und zum Bauen energieeffizienter Neubauten.“ Strüh freut sich, dass auch Rhaunen nun zum Pool von rheinland-pfalzweit mehr als 70 Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale zählt, in denen die Förderung durch Bund und Land eine kostenlose Beratung ermöglicht.

„Wir freuen uns, dass dieses wichtige und sinnvolle Angebot der Verbraucherzentrale nun auch direkt vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger der Nationalparkverbandsgemeinde Rhaunen zur Verfügung steht. Es ist eine hervorragende Ergänzung unseren umfangreichen Klimaschutzaktivitäten in der Region“, erklärt Klimaschutzmanager Christoph Benkendorff zur Eröffnung. „Eine qualifizierte und unabhängige Beratung ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass die optimalen Energiesparpotenziale und Fördermöglichkeiten gefunden werden um dadurch dauerhaft die Betriebskosten zu verringern.“

Foto Einrichtung Sprechtag Verbraucherzentrale
Foto Einrichtung Sprechtag Verbraucherzentrale

Künftig wird die Architektin und Energieberaterin Elisabeth Foit jeden 1. Montag im Monat interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern aufzeigen, wie sie am effektivsten Energie einsparen können. Sie hilft beispielsweise Hausbesitzern, vorliegende Angebote vor einer Erneuerung der Heizungsanlage zu bewerten. Zudem gibt sie Tipps zum Dämmen von Rohrleitungen und zum richtigen Einstellen der Regelung. Wer eine nachträgliche Wärmedämmung im Altbau plant, erfährt, welche Dämmdicke optimal ist, worauf bei der Dämmstoffwahl zu achten ist und wann Folien zum Feuchteschutz angebracht werden müssen. Ob sich eine Solaranlage lohnt und wie die Einbindung in die Warmwasserversorgung am besten erfolgt, kann ebenfalls in der Beratung ausführlich diskutiert werden. Die Energieberaterin erklärt auch, wie Schimmel in Haus oder Wohnung vermieden werden kann und vorhandene Schäden am besten saniert werden.

Die Energieberatung findet jeden 1. Montag im Monat von 13:30 bis 16:30 Uhr nach Terminvereinbarung in der Verbandsgemeindeverwaltung Rhaunen, Zum Idar 21 und 23 statt. Einen Termin erhalten Sie unter der Nummer (06544) 181 31 oder über die landesweite Energiehotline der Verbraucherzentrale unter 0800 60 75 600 (kostenfrei aus allen Netzen).

Schatten