Skulpturenpark in Stipshausen
Die erste aufgestellte Skulptur „Drei Phasen“ stammt von dem gelernten Edelsteinschleifer Bernd Munsteiner selbst. Munsteiners „Drei Phasen“ stellen seine Ansicht der „Heiligen Dreifaltigkeit“ dar – Vater – Mutter – Kind, Sonne - Mond - Sterne, Körper – Seele – Geist. Sein amerikanischer Freund Michael Good will mit seinem federleicht wirkenden Werk „Flame of hope“, der Flamme der Hoffnung, unter anderem an jene erinnern, die unter Verfolgung und Hass gelitten haben.
Der vielfach preisgekrönte Keramiker und Bildhauer Heiner Balzar aus Höhr-Grenzhausen ließ mit „ER und SIE“ eine Symbiose zweier Körper folgen, die sich harmonisch und unspektakulär in die „ruhige Landschaft des Hundsbuckels“ einfügt. „ER“, fast 2,80 Meter groß und aus Eisen, behütet „SIE“, eine keramische Säule, die auf dem gleichen Sockel steht.
Himmelwärtsstrebend und doch erdverbunden spannt sich die „Eiserne Kreatur“ des Goldschmieds Jörg Stoffel (ebenfalls aktives Mitglied im Geißenverein) wie ein Torbogen über die Wiese am Waldrand. Die Skulptur „Sturz“ aus Eisen von Frank Leske aus Bad Kreuznach folgte. Im letzten Jahr konnte die Freiluft-Dauerausstellung mit der „Tränke der Vögel“ von Enric Majoral ergänzt werden, dessen Kunstobjekte stets Gefäße sind, die neben ihrer Ästhetik auch einen praktischen Nutzen darstellen. Einen Platz zum Nachdenken in Form von zwei Sitzbänken mit den Namen „Memoria“ (Erinnerung) und „Love is all there ever is“ (Die Liebe überwindet alles) widmete die New Yorker Künstlerin Deborah Aguado der befreundeten Familie Munsteiner sowie den Bewohnern von Stipshausen. Bei einem ihrer Spaziergänge am Waldrand von Stipshausen wuchs bei vielbeachteten New Yorkerin mit jüdischer Abstammung der Wunsch, die Erinnerung und die Besinnung an das DAMALS festzuhalten und an künftige Generationen weiterzugeben.
Anfahrt
Von Hottenbach aus kommend geht es gleich nach dem Ortseingangsschild in Stipshausen links ab in die Wiesenstraße, vorbei am Atelier von Tom und Bernd Munsteiner. Am Ende der Straße steht man vor dem Wiesenareal und dem alten jüdischen Friedhof.
Bilderimpressionen
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